Zukunft

Im Moment beschäftigen sich einige Forscher mit der Entwicklung neuer Speichermedien und Recheneinheiten. So werden beispielsweise auf den Gebieten biologischer Systeme und quantenmechanischer Systeme Fortschritte gemacht.

Bei den Biocomputern, auch DNA-Computer genannt, werden DNAs (Desoxyribonukleinsäuren) oder DNAs ähnlichen, sogenannten RNAs (Ribonukleinsäuren). Der Nobelpreisträger Richard Feynman, der auch als Begründer der Nanotechnologie gilt, lieferte die ersten Anstöße, dass die Datenverarbeitung durch biologische Moleküle möglich sein muss. Die zugrundeliegende Idee ist hierbei, dass die Vielfalt der Natur nur durch verschiedene DNAs, dem genetischen Code aller Wesen, geschaffen wurde und deshalb als Medium für die Datenverarbeitung in der Natur bereits funktioniert. Die theoretischen Überlegungen zur Leistungsfähigkeiten dieser Computer machen dieses System zu einem wichtigen Forschungsgebiet. Lediglich 6 Gramm DNA in einem Liter Wasser könnten nach diesen Berechnungen eine Speicherkapazität von 3072 Exabyte (3072 Milliarden Gigabyte, die Größe von circa 350 Milliarden Filmen in High Definition) und eine Rechengeschwindigkeit von etwa einer Million Tera-Operationen (derzeit maximal eine Tera-Operation erreichbar in leistungsfähigsten Computern) erreichen.

Der Quantencomputer verspricht aber auch nicht schlechtere Rechenleistung, ist jedoch auch bisher noch ein theoretisches Experiment. Der Quantencomputer basiert auf den Gesetzen der Quantenmechanik und arbeitet auf Basis von quantenmechanischen Zuständen, die Verarbeitung der Zustände wird nach quantenmechanischen Prinzipien erfolgen. Durch die Begebenheiten der Quantenmechanik lassen sich viele Probleme der Informatik schneller und einfach berechnen. Wie bei normalen PCs mit Bits, also dem durch Spannung erzeugten Wert 1 oder 0, arbeiten, so wird der Quantencomputer mit Qubits arbeiten, welche auch die Werte 1 und 0 annehmen können. Die Quantenmechanik ist jedoch ein sehr umfangreiches und kompliziertes Forschungsfeld, weshalb eine Vertiefung des Themas an dieser Stelle nicht sinnvoll wäre.

Es gibt auch noch weitere neue Trends, wie zum Beispiel das Autonomic Computing, welche Software umfasst, die sich selbst beim Eintritt von Fehlern repariert und selbst konfiguriert. Bei Wearable Computing handelt es sich um tragbare Computersysteme die beispielsweise in Kleidung eingearbeitet sind und zur Kommunikation dienen oder Musik abspielen können.